Schulfeste

Fremde werden Freunde – Schulfest der Grundschule Quint


Der Frühling hielt Einzug, als die Schulgemeinschaft der Grundschule Trier-Quint am 02.03.2013 ihr Schulfest unter strahlend blauem Himmel feierte. Das Fest stand unter dem Motto „Fremde werden Freunde“. Dieses Motto hat den Hintergrund, dass die 104 Schülerinnen und Schüler der Grundschule aus 14 verschiedenen Nationen stammen.

  

Um diese Vielfalt für alle erlebbar zu machen, haben sich die Quinter Kinder mit ihren Lehrerinnen etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Während zwei Projekttagen, die direkt vor dem Schulfest stattfanden, konnten die Kinder jeweils eines der 14 Länder auswählen, aus dem einer ihrer Mitschüler herstammt und dessen Kultur sie kennenlernen wollten. Die Ergebnisse und Erfahrungen dieser zwei Tage wurden in einer liebevoll international geschmückten Schule den Eltern und Großeltern, der Ortsgemeinschaft Quint und auch den zukünftigen Grundschülern der Schule voller Stolz präsentiert. Neben kulinarischen Genüssen wie z.B. selbstgebackenen Crêpes gab es auch einen Sprachkurs in Suaheli, landestypische Tänze und Bastelaktionen.

 


Ein besonderes Highlight war das Mitmachkonzert des Kinderliederkünstlers HerrH auf dem Schulhof. Die Schulkinder hatten bereits in den Wochen zuvor mit ihrem Chorleiter Herr Daus einige Liedtexte zum Thema Freundschaft eingeübt, so dass alle direkt mitsingen und den Gästen ein richtiges Konzert geben konnten.  


Natürlich gab es auch Gelegenheit für Gespräche unter den Erwachsenen, und da ging es häufig um die drohende Schulschließung der Grundschule Trier-Quint. Es passt für die engagierte Lehrer- und Elternschaft einfach nicht zusammen: Eine Schulschließung, obwohl doch dieser Tag gerade wieder gezeigt hat, dass Quint ein Beispiel ist für gelungene Integration. Die 42% Kinder mit Migrationshintergrund und deren Eltern bereichern das Schulleben schon lange. Bei diesem Fest ist es uns allen noch einmal bewusst geworden.  Wir möchten diese gewachsene, lebendige und sehr gut funktionierenden Schulgemeinschaft erhalten, in der miteinander gelebt und gelernt wird.

Christine Döring